Touch Display – die Basisinfos

Interaktive Displays bieten neue Möglichkeiten für die digitale Teamarbeit und den modernen Schulunterricht. Vor der Anschaffung lohnt sich eine Beschäftigung mit den unterschiedlichen Technologien, Eigenschaften und Einsatzmöglichkeiten der Geräte. Die Basisinfos zum Thema Touch Display auf einen Blick.

Was ist ein Touch Display?

Touch Displays sind berührungsempfindliche Großformat-Bildschirme mit einer Diagonalen von meist 50 bis 100 Zoll. Diese touchfähigen Large Format Displays (LFDs) dienen unter anderem als interaktive Konferenzbildschirme oder als digitale Schultafeln. Der Begriff Touch Display unterscheidet sich also vom Touchscreen, der in verschiedensten Geräten zum Einsatz kommt wie zum Beispiel in Smartphones, Tablets und Laptops, aber auch in Navigationsgeräten oder Bankautomaten. Neben dem herkömmlichen 16:9-Format gibt es Touch Displays auch mit anderen Seitenverhältnissen, etwa als Hochformat-Stele mit integriertem Standfuß oder als klappbarer Aufsteller.

Dafür eignen sich große Bildschirme mit Berührungs-Eingabe

Die Digitalisierung in Unternehmen und Schulen hat neue Anforderungen an die Display-Technologie gestellt. Mitarbeiter müssen von verschiedenen Standorten aus digital zusammenarbeiten und sich verbinden können. Lehrkräfte setzen im Unterricht verstärkt auf digitale Unterrichtsmedien. Das Herzstück moderner Besprechungsräume und Klassenzimmer ist deshalb immer öfter ein großformatiges Touch Display.

Dies bringt einen wesentlichen Vorteil, denn nicht nur am Display selbst können Menschen über die Berührung-Eingabe Dateien gemeinsam bearbeiten. Mit der passenden Videokonferenztechnik können sich Kollegen aus der ganzen Welt zuschalten und einbringen. Auch Schulen profitieren von der Technologie. Digitale Medien lassen sich nicht nur direkt in den Unterricht einbinden, sie können gemeinsam mit der Klasse bearbeitet und weiterentwickelt werden. Das stärkt die digitale Medienkompetenz, Interaktivität und Teilhabe.

Wie funktioniert das Touch Display?

Touch Displays haben Oberflächen mit Berührungs-Sensoren. Dadurch können Nutzer sie mit dem Finger oder mit Displaystiften steuern. Ein integrierter Conputer verarbeitet die Eingaben weiter. So lassen sich Software-Anwendungen direkt am Display und ohne den Umweg über externe Geräte wie Laptops oder iPADs nutzen. Touch Displays Produkte an der Grenze zwischen AV-Technik und IT.

Integrierter Computer und Slot-In-PC

In der Regel verfügen Touch Displays über einen integrierten Rechner auf Android-Basis, mit dem sich entsprechende Android-Apps nutzen lassen. Wenn eine sehr hohe Computerleistung erforderlich ist, gibt es zudem integrierbare Slot-In-PCs mit Windows-Betriebssystem. Sie bieten besonders leistungsfähige Prozessoren, Arbeitsspeicher und Grafikkarten, um Programme mit hohen Hardware-Anforderungen nutzen zu können. Zudem bietet die Festplatte mehr Platz, um große Dateien und Ordner auch lokal speichern zu können.

Verschiedene Touch-Technologien

Die Großformat-Displays nutzen verschiedene Touch-Technologien. Am gängigsten sind der infrarotbasierte (IR) und der projizierte kapazitive Touch (PCAP). Beim IR-Touch wird die Berührung der Bildschirmoberfläche durch ein Gitternetz aus Infrarotlicht optisch verortet und als Befehlseingabe verarbeitet. Beim PCAP-Touch geschieht dies über das elektrostatische Feld des Screens, der eine dünne Schicht aus leitendem Material hat. So wie bei fast allen Smartphones.

Infrarot oder PCAP?

Die Infrarot-Technologie ist relativ kostengünstig und die Touch-Eingabe genau. Der PCAP-Touch ist etwas teurer, funktioniert jedoch nochmals präziser. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Touch-Technologie ist der Einsatzzweck des Geräts relevant. Zum Beispiel benötigt ein Architekturbüro, das am Display Pläne und Skizzen bearbeiten möchte, eine präzisere Eingabefunktion als eine Werbeagentur, die im Besprechungsraum vor allem Kundenpräsentationen entwickelt und hält.

Wichtig bei der Produkt-Auswahl

Die Wahl der passenden Touch Displays hängt von vielen Faktoren ab. Und sie entscheidet darüber, ob die angeschafften Geräte ihren Zweck erfüllen – ob die Menschen im Unternehmen oder in der Schule also produktiv damit arbeiten können. Gerade deshalb ist eine Fachberatung von einem erfahrenen AV-Experten wie Ahlemeyer sehr wichtig. Dafür bieten die folgenden fünf Anhaltspunkte eine erste Orientierung.

1. Displaygröße

Es ist wichtig, die Maße der Räume, in denen die Geräte zum Einsatz kommen, genau zu kennen und zu wissen, wie viele Menschen das Display regelmäßig nutzen werden. In Büros und kleinen Team-Räumen mag ein Bildschirm mit 65 oder 75 Zoll ausreichen. In großen Besprechungsräumen oder Klassenzimmern sollten es schon 86 Zoll sein. Mit der richtigen Displaygröße können Menschen entspannt am Screen zusammenarbeiten. Und alle Inhalte können auch von weiter entfernten Punkten im Raum aus gut gesehen werden.

2. Leuchtkraft und Farbe

Je nach den Lichtverhältnissen im Raum spielt die Leuchtkraft des Displays eine entscheidende Rolle. Gerade Klassenzimmer oder Meetingräume mit viel Tageslichteinfall erfordern leuchtstarke und entspiegelte Bildschirme, auf denen die Inhalte auch bei Gegenlicht gut erkennbar sind. Weitere bedeutsame Eigenschaften sind die Auflösung und die Farbleistung des Displays. Im Sinne der Augengesundheit sollte es zudem über eine Eye-Care-Technologie verfügen, die störendes Blaulicht herausfiltert und mögliches Bildschirmflimmern verhindert.

3. Whiteboard-Software

Die Hersteller von Touch Displays bieten meist eine eigene Whiteboard-Software an. Damit können Nutzer zum Beispiel Präsentationen direkt am Display erstellen. In einigen Fällen funktioniert die Software zwar auch auf Fremdgeräten. Trotzdem ist die Frage, ob eine bestimmte Software genutzt werden soll und mit welchen Touch Displays sie einwandfrei funktioniert, von Bedeutung. Auch die Konnektivität mit unterschiedlichen mobilen Endgeräten ist ein wichtiges Entscheidungskriterium.

4. Smart Building

Liegt eine Smart-Building-Struktur vor, sollte die Wahl auf Touch Displays fallen werden, die sich entsprechend einbinden lassen. Höherwertige Geräte bieten immer häufiger integrierte IoT-Sensoren und können beispielsweise die Lufttemperatur und -feuchtigkeit oder Veränderungen in der Lichtumgebung messen und entsprechende Signale an das Smart Building geben. Einige Displays ohne eingebaute Sensorik lassen sich um externe Sensoren ergänzen.

5. Energieeffizienz

Der Umwelt- und Klimaschutz wird für Unternehmen und öffentliche Einrichtungen immer wichtiger. Vor allem, wenn mehrere Touch Displays parallel genutzt werden, können energiesparende Geräte mit gezielt geplanten Ein- und Ausschaltzeiten den ökologischen Fußabdruck merklich senken. Erste Anhaltspunkte für die Umweltverträglichkeit von Touch Displays sind ihre Energieeffizienzklasse und vorhandene Zertifizierungen wie zum Beispiel Energy Star oder TCO.