Large Format Display – ein Überblick  

Große Large Format Displays erleichtern die Zusammenarbeit in Unternehmen und Schulen und fördern die Kreativität. Dafür ist die Auswahl der passenden Geräte entscheidend. Nur wenn sie die individuellen Anforderungen genau erfüllen, leisten sie das, was sie sollen. Vor der Kaufentscheidung gilt es, einige grundsätzliche Frage zu klären. Mehr dazu hier im Überblick.

Was ist ein Large Format Display?

Der Begriff Display meint verschiedene Arten von Anzeigegeräten. Vom kleinen Smartphone- oder Tablet-Display über den klassischen Büromonitor bis hin zu großen Videokonferenz-Bildschirmen und digitalen Schultafeln. Wenn von einem Large Format Display (LFD) gesprochen wird, ist in der Regel ein Großformat-Display mit 50 bis 100 Zoll Bildschirmdiagonale gemeint. Noch größere Geräte ab 100 Zoll (254 cm) bezeichnet man als LED- oder Videowall. Dabei unterscheiden sich LFDs wesentlich von Fernsehern, etwa im Hinblick auf ihre höhere Leuchtkraft und ihre mögliche Tageslaufzeit von bis zu 24 Stunden. LFDs gehören zu den wichtigsten und beliebtesten Produkten der AV-Technik.

Arten von LFDs

Die wichtigste Unterscheidung ist, ob ein Large Format Display einen Touchscreen hat oder nicht. Touch Displays haben eine berührungsempfindliche Oberfläche, über die sie sich bedienen lassen. Durch den integrierten Prozessor können Nutzer auch Software-Anwendungen direkt über den Bildschirm steuern – wie beim Smartphone. Daher nennt man sie auch interaktive Displays. Sie ermöglichen unter anderem, bewährte Kreativtechniken digital durchzuführen.

Digital Signage Displays hingegen sind nicht interaktiv. Allerdings haben auch sie einen Prozessor. Dadurch kann zum Beispiel die zeitliche Abfolge der angezeigten Inhalte programmiert werden. Zudem lassen sich die Inhalte auf mehrere vernetzte Displays verteilen. Dafür gibt es spezielle Programme, die es beispielsweise ermöglichen, Anzeigedisplays als dynamische Werbeflächen oder als digitale Wegweiser zu nutzen.

Display oder Beamer?

Eine häufig gestellte Frage ist, ob Displays oder Projektoren die bessere Wahl sind. Die Antwort: Es kommt darauf an. Wenn zum Beispiel ein Konferenzraum oder Hörsaal mit Bildtechnik ausgestattet werden soll, ist ein genau passender Beamer meist die richtige Wahl. Er kann Bilder von sieben Metern und mehr in sehr guter Qualität projizieren. Die Kosten für das Gerät mit Leinwand und Installation sind deutlich geringer als etwa für LED-Walls dieser Größe.

Geht es hingegen um Bildtechnik für kleine bis mittlere Besprechungsräume, die starken Tageslichteinfall haben, kann ein Display mit starker Helligkeit und breitem Betrachtungswinkel die bessere Lösung sein. Wenn Dateien gemeinsam bearbeitet werden sollen, bietet sich ein touchfähiges Display an. Für Klassenzimmer gibt es gute digitale Tafeln entweder auf Basis von Touch Displays oder interaktiven Beamer-Lösungen.

Auswahl der passenden Geräte

Bei der Entscheidung für bestimmte Großformat-Displays sind vorab zahlreiche Fragen zu klären und Details zu beachten. Dabei hilft die individuelle Beratung und Konzeption durch ein professionelles AV-Unternehmen enorm. Einige grundsätzliche Aspekte, die dort neben anderen besprochen werden, sind die folgenden:

Ist eine Touch-Funktion erforderlich?

  • Wie ist das Raumkonzept, sollen Menschen gemeinsam am Display arbeiten?
  • Wenn ja, ist ein Large Format Display mit Touch-Funktion Pflicht.
  • Dann stellt sich die Frage, welche konkrete Touch-Technologie erforderlich ist.
  • Auch die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Software ist wichtig.

Kompatibilität mit Mobile Devices

  • Welche mobilen Endgeräte nutzen Menschen, die mit dem Display arbeiten?
  • Windows-Laptops, iPads, Android-Smartphones, iPhones oder alles gemischt?
  • Nicht alle Displays sind unmittelbar mit jedem mobilen Endgerät kompatibel.
  • Das ist kein Ausschlusskriterium, aber dann braucht es passende Zusatzgeräte.

Einbindung in eine Videokonferenzlösung

  • Wie ist die Raumarchitektur und welche akustischen Voraussetzungen liegen vor?
  • Reicht eine display-interne Webcam oder braucht es eine leistungsstarke Kamera?
  • Funktioniert das Display gut mit einer individuell anpassbaren Audiotechnik?
  • Lässt es sich also in maßgeschneiderte Videokonferenzlösungen einbinden?

Technische Eckdaten

  • Wie ist die Helligkeit im Raum? Gibt es direkte Tageslichteinstrahlung?
  • Von welcher Entfernung und aus welchem Winkel wird das Display betrachtet?
  • Diese Fragen sind wichtig für die technische Ausstattung des Screens.
  • Er sollte zum Bespiel bestimmte Helligkeitswerte und Betrachtungswinkel erreichen.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

  • Die Digitalisierung soll umweltgerecht sein. Deshalb stellen sich folgende Fragen:
  • Welche Geräte, die die Grundvoraussetzungen erfüllen, sind energieeffizient?
  • Wie hoch ist die Stromaufnahme im Betrieb? Wie hoch der Verbrauch im Standby?
  • Welche Energielabels liegen vor? Ist die Verpackung möglichst nachhaltig?

Fazit – Augen auf bei der LFD-Auswahl

Die Entscheidung, welche Großformat-Displays angeschafft werden, muss gut vorbereitet sein. Sie richtet sich an den konkreten Raumkonzepten, Anwendungs-Szenarien und der IT-Umgebung aus. Werden Geräte installiert, die nicht genau zu den Anforderungen passen, funktionieren sie nicht wie gewünscht und bleiben ungenutzt. Das kann zu hohen Folgekosten führen, denn schlimmstenfalls müssen die Displays durch passende neue Produkte ersetzt werden. Umso wichtiger ist die Experten-Beratung durch ein AV-Fachunternehmen wie Ahlemeyer.